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Thomas M. Schimmel:

Auf dem Weg zur Vereinigung.
Die Arbeit des Kooperationsrates der vier deutschen Franziskanerprovinzen in den Jahren 2004 bis 2010

Münster 2014 (erscheint im April in der Reihe Franziskanische Forschungen).

 

Thomas M. Schimmel zeichnet mittels einer Analyse der Arbeit des gemeinsamen und paritätisch besetzten Lenkungsgremiums der vier deutschen Franziskanerprovinzen kenntnisreich den Kooperations- und Fusionsprozess der Provinzen in den Jahren 2004 bis 2010 nach. Dabei stellt er die wechselvolle Geschichte der Franziskaner in Deutschland sowie die soziologischen Besonderheiten von Ordensgemeinschaften dar und geht anhand der Dreijahresberichte der Provinzialminister aus den Jahren 2001 bis 2010 ausführlich auf die Gründe ein, die zur Einleitung und Fortentwicklung des Kooperations- und Fusionsprozesses geführt haben. 


Gerdi Nützel / Thomas M. Schimmel / u.a.:

Dem Glauben Raum geben. Religionen anhand ihrer Gotteshäuser erklärt.

Bonn 2014 - erscheint im März in der Grünen Reihe der Missionszentrale der Franziskaner

Die Theologin Dr. Gerdi Nützel und der Politikwissenschaftler Dr. Thomas M. Schimmel sowie andere Autorinnen und Autoren erklären in dieser aktuellen Ausgabe der Vierteljahresschrift, die von der Missionszentrale der Franziskaner herausgegeben wird, Religionen nicht anhand ihrer Theologie oder ihrer Dogmen, sondern sehr praktisch anhand ihrer Gottes- und Gebetshäuser. 

Schaut man sich die alten Stadtansichten von Matthäus Merian, einem Künstler des 17. Jahrhunderts, an, so prägen Kirchtürme die Stadtbilder deutscher Städte. Heute werben in unserem Land Städte wie Dortmund oder Berlin mit ihren Skylines, auf denen die Kuppeln und Türme der wichtigen Kirchen das Charakteristikum der jeweiligen Darstellungen ausmachen. Neben den Sakralen Gebäuden sind inzwischen aber auch andere Stadtsymbole zu sehen, die von der Modernität, der Sportbegeisterung oder industriellen Geschichte der jeweiligen Kommune zeugen: Fernsehtürme, Hochhäuser, Sportstadien oder alte Industriedenkmäler geben neben den Hauptkirchen der Stadt ihr Gesicht.

In den letzten zehn Jahren tauchen aber auch die Gebäude anderer Religionsgemeinschaften im Stadtbild auf: Nachdem während der Shoa die sichtbaren und architektonisch oft wertvollen Zeugnisse jüdischen Glaubens zum großen Teil vollständig zerstört wurden, kehren in den letzten Jahrzehnten wieder repräsentative Synagogen in die Innenstädten zurück. Hinduistische Tempel und buddhistische Zentren entstehen inmitten der Stadtlandschaft und bereichern die Gesichter der Städte. Aber auch die vielen kleinen Religionsgemeinschaften mit ihren fremdartigen Tempeln, Gemeinschaftshäusern und Andachtsräumen prägen die Stadt und machen sie bunt und vielfältig.

Beschäftigt man sich aber mit den Religionen, stellt man fest, dass es ein gemeinsames Anliegen gibt, das alle Religionen miteinander verbindet: nämlich das Bestreben, dem Menschen zu helfen, seinem Leben Sinn, Glück und Frieden zu geben. Und besucht man diese heiligen Orte in der Stadt stellt man fest, wie gastfreundlich die Religionsgemeinschaften sind und wie freudig man als Besucherin oder Besucher empfangen wird. Unsere Gesellschaft verändert sich. Sie wird plural und ist es vielfach längst. Es ist gut, wenn dies auch im Stadtbild sichtbar wird, und es ist gut, wenn die Menschen diese Orte nicht als fremd empfinden.

Diese Ausgabe der „Grünen Heftreihe“  möchte dazu beitragen, den Leserinnen und Lesern die Scheu zu nehmen, diese Orte andern Glaubens bewusst in ihrem Umfeld wahr zu nehmen und zu besuchen und sie mit den religiösen Überzeugungen dieser Glaubensgemeinschaften vertraut zu machen. 


Markus Warode / Bernd Schmies / Thomas M. Schimmel (Hrsg.):

Veränderungen als Chance begreifen: 
Fusionsprozesse in Orden, Kirche und Gesellschaft 

Band 2: Erfahrungsberichte aus Orden und Kirche

Norderstedt 2013

Die Veränderungen in den Ordensgemeinschaften haben in den letzten Jahren eine ungeahnte Dynamik aufgenommen. Organisatorische Veränderungen wie Fusionen werden für viele Orden und Kongregationen aufgrund des demographischen Wandels und finanziellen Drucks zu einer konkreten Handlungsoption Das Institut für Kirche, Management und Spiritualität (IKMS) an der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTH) Münster und die Fachstelle FranziskanischeForschung (FFF) haben sich mit dem im Oktober 2010 veranstalteten Symposium “Veränderung als Chance begreifen – Fusionsprozesse in Orden” in einem ersten Schritt aus wissenschaftlicher Perspektive mit den strukturellen und personellen Entwicklungen der Orden auseinandergesetzt. Die übergeordnete Forschungsidee zielt darauf ab, die Situation der Orden aus unterschiedlichen Perspektiven zu beschreiben, zu analysieren sowie Entscheidungs- und Handlungsspielräume zu diskutieren.

Aus der Tagung heraus ist eine Schriftenreihe entstanden, dessen zweiter Band hier vorgelegt wird. Nach dem sich der erste Band mit den theoretisch-spirituellen Grundlagen von Ordensfusionen beschäftigt hat, sind die praktischen Erfahrungen mit Fusionsprozessen Thema des zweiten Bandes: Fachleute aus Kirche und Orden berichten über die praktischen Vollzüge von Fusionsprozessen und ihre positiven und negativen Erfahrungen. Der Kirchensoziologe Prof. Michael N. Ebertz fasst am Ende des Bandes die Ergebnisse kritisch zusammen und bewertet sie wissenschaftlich.

post@thomas-schimmel.de